Zitat von http://www.welt.de/sport/article966605/Im_Fussball_wird_weiterhin_gedopt.html:
Nada-Chef Baumert
„Im Fußball wird weiterhin gedopt“
Armin Baumert geht davon aus, dass der nationale und internationale Fußball nach wie vor nicht dopingfrei ist. Die Geständnisse zu Dopingvergehen in der Vergangenheit nannte der Vorstands-Chef der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada ein „populäres Outing für die Massenmedien“. Foto: dpa Löste die Doping-Diskussion im Fußball vor 20 Jahren aus: Toni Schumacher
Am Freitag sagte er in einem Hörfunk-Interview des Südwestrundfunks SWR: „Die Gegenwart ist knallhart zu betrachten: Der Fußball, international und national, ist keine dopingfreie Zone.“ Die Geständnisse zu Dopingvergehen in der Vergangenheit seien nur ein populäres Outing für die Massenmedien. Weiterführende links
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Im Kampf gegen Sportbetrug will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Zusammenarbeit mit der Nada vertiefen, finanzielle Zuwendungen aber von erbrachten Leistungen abhängig machen. „Wir werden prüfen, inwieweit die Nada auch für unsere Dopingkontrollen – und das kann ja immer nur der Trainingsbereich sein – besser nutzbar gemacht werden kann“, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Donnerstagabend am Rande der Auftaktveranstaltung „DFB live“ in Kamen-Kaiserau. Wenn die Nada „uns gegenüber“ entsprechende Leistungen erbringt, betonte Zwanziger, dann werde der DFB „Kosten deckend Gebühren oder Entgelte entrichten“. Der Verband sei aber „nicht der Finanzier dieser Gesellschaft, sondern wir haben Sportvereine, denen wir verpflichtet sind“, sagte Zwanziger im WDR-Hörfunk.
Die Beweise für Doping sind überdeutlich sichtbar
Laut Baumert sind Beweise für Doping schon in den vergangenen Monaten und Jahren überdeutlich sichtbar geworden. „Man muss keine Angst davor haben zu sagen, im Fußballsport wird weiterhin gedopt“, betonte der Nada-Chef. Defizite habe der Fußball bei der Zahl der Trainingskontrollen. Der DFB verweise auf mehr als 800 Wettkampf-Kontrollen. Im vergangenen Jahr hätten aber vertragsgemäß nur 87 unangemeldete Trainingskontrollen durchgeführt werden können. Ziel sei es, meinte Baumert, bei einer besseren finanziellen Ausstattung der NADA gemeinsam mit dem DFB die Zahl der unangemeldeten Trainingskontrollen in allen Bereichen des deutschen Fußballs zu erhöhen. Schlagworte Fußball Doping Nada Armin Baumert Die jüngste Diskussion um Doping im Fußball hatte der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer ausgelöst. Er hatte behauptet, dass Doping mit Captagon im Profi-Fußball in den 80er Jahren gang und gäbe gewesen sei. Neururers „Enthüllungen“ sind nicht neu: Schon vor 20 Jahren hatten Bundesliga-Spieler von der Einnahme von Captagon berichtet. Auch die Doping-Altlasten bei Ost-Klubs sind lange bekannt, komplette Teams sollen gedopt; vor allem vor Europacup- Heimspielen sollen Amphetamine eingesetzt worden sein.